Duftende Morgen
Ein lebendiger, duftender Brief an St. Georg und die Drau: lebendige Porträts von Dörfern, Rhythmen von Arbeit und Spiel, winterliche Kälte und sommerliche Regengüsse — erzählt in der Musik des Kajkavischen Dialekts und bestreut mit heimischen Sprichwörtern, den Aromen von zafrigana Suppe und Rauch aus Strohhäusern.
Über das Buch
In “Duftende Morgen” zeichnet Stjepan Belović ein warmes, witziges, keineswegs sentimentalen Panorama des Dorflebens Mitte des 20. Jahrhunderts rund um St. Georg. Die Vignetten verbinden Erinnerungen an die Kindheit, kleine Freuden und harte Arbeit: von Häusern ohne Schornsteine (Strohdächer und Fleischräuchern auf dem Dachboden) bis zum morgendlichen Duft von zafrigana Suppe, von winterlichen Zaubereien und Morgenröten bis zur Traubenernte und sommerlichen Regengüssen. Fast jedes Gedicht trägt auch ein kleines Wörterbuch der Kajkavischen Wörter, sodass es sich wie ein ethnographisches Lesebuch liest.
Wie es organisiert ist
- 26 kurze Dorfvignetten in Versen (von “Haus ohne Schornstein” bis “Jagdfalle”) mit Anmerkungen des Autors und Wörterbüchern.
- Ein kleines “Epos” in fünf Bildern — Der Junge geht Holz holen — die erste Holzsammelreise eines Kindes: Aufbruch vor der Dämmerung, Wald bei der Arbeit, schwierige Rückkehr mit Gebet und Versprechen von Jahrmarktsehren in Ludbreg.
- Abschließende Anmerkung über die Wohlklang des Kajkavischen und Inhaltsverzeichnis mit einer Liste aller Vignetten.
Was Sie sehen (und riechen) werden
- Strohhäuser ohne Schornsteine und der Balken, der Brot verbirgt und die ersten Kinderschritte wiegt; Hauszeichnung auf S. 5.
- Waschen im Wasser und gefrorene Finger der Petvica (Fotografie auf S. 13).
- Drau-Mühlen und Lastkähne: innere Räder, Schlund und Mehl, das im fršljok “cori” (Skizzen auf S. 28).
- Roma-Verbindung im dörflichen Alltag in der Vignette “Cigojnska” (Zeichnung auf S. 36–37), dargestellt aus der Perspektive eines alten Dorfes.
- Hirten, Müller, “Goldgräber”, die Drausand sieben, Jagdführer und Weinberge durch den Jahreskreis — vom Rebschnitt bis zum Martinstag.
Sie werden kennenlernen…
- Menschen, die “heimisch” sprechen und “nach der Ordnung des Jahres” leben: Ernte, Schlachtung, Traubenernte, Jahrmärkte, Morgenröten.
- Kinder, die aus Weidenrinde, Faden und Reim Welten schaffen; alte Menschen, die “Holz spalten” und auf dem Holzstoß dösen.
- Die Drau als Ernährerin: Weiden in der Biegung, Mühlräder und Flößer, aber auch das Verschwinden alter Handwerke.
Perfekt für
Leser von Memoiren und Mikrogeschichte, Sprachliebhaber und Lehrer, die lebendiges Material für den Kajkavischen Dialekt wollen — oder für jeden, der spüren möchte, wie die Aromen von Brotöfen, Holzschuhen und winterlichen Pantoffeln das Leben in der Podravina geprägt haben.