Heimatliche Sentimente
Ethnografisches Porträt der Ludbreg Podravina: detaillierte Szenen aus St. Georg und umliegenden Dörfern, Messeleben, Gesundheitspraktiken und Mikrogeschichte—dokumentiert durch kajkavische Sprache und lokale Tradition von den Ufern der Drau und Plitvica.
Über das Buch
Heimatliche Sentimente präsentiert einen systematischen Überblick über das Dorfleben in der Ludbreg-Region. Belović dokumentiert Menschen, Szenen und Bräuche aus der Kindheit—indem er ethnografische Beschreibungen mit lokalen Überzeugungen und kajkavischen Ausdrücken kombiniert. Der Anfang des Buches evoziert den Platz in St. Georg, die Klänge der Kuhglocken und Dondolondoš, und die “Taufen” der Kinder mit improvisierten Gefäßen, wenn Plitvica den Platz in einen See verwandelt. Die Fortsetzung bringt ein detailliertes Mosaik aus Ethnografie, Mikrogeschichte und warmen Beobachtungen über die “kleinen” Menschen, die das Dorf tragen.
Das Buch ist in thematische Einheiten organisiert:
- Gedenk-Vignetten und Bräuche: von Sonntagsprozessionen bis zum Abendgeläut und ersten Lieben (“An den Quellen des Lebens”).
- Menschen und natürliche Umwelt: Drau, Weiden, Hirten und Wassermühlen—und ihr Verschwinden unter Stauseen; Mühlenwanderungen beschrieben als kollektives Abenteuer.
- Gesundheit, Volksmedizin und “Barbieren”: Blutegel und Hörner, Kräuterheiler Ivan Carević, Dorfzahnarzt, Hebammen und Hausmittel.
- Handel und Handwerk: Ludbreg-Messe, Töpfer aus Zagorje, Hahnzüchter aus Bartolovec, Bosonci Galantari, Siebmacher aus Suha Krajina, Kesselflicker.
- Mikrogeschichte und Lexikon: Überblick über ältere Erwähnungen von Dörfern und ihre Namen (Tabelle S. 24–25), Liste der St. Georg-Haushalte von 1940 (S. 27–30), reicher Katalog von Spitznamen (S. 31–32) und charmante Tabelle “Betegi i falinge” (S. 33) mit volkstümlicher Terminologie für Krankheiten und Gebrechen.
Sie werden entdecken…
- Hirten auf den Weiden und Klänge, die die Herde führen: schwingende Cinkoši und Dondolondoši, Händler, die Meljava transportieren, und wie sich die ganze Menschenmenge mit “Hooruk” erhebt, um eine Wassermühle zu einem neuen Strom zu verlegen.
- Dorfmedizin ohne Pathos: “Barbieren” mit Hörnern und Blutegeln, Kräuterheiler, der Tees mischt, improvisierte zahnärztliche Anästhesie mit Rakija und strenge (manchmal harte) schulische und kirchliche Autoritäten.
- Messenachtmahr in Ludbreg: Lobpreisung des Viehs, “Komišeranje” der Hirten, Aldomaše unter Zelten und endloser Humor, der zwischen den Verhandlern sprüht.
- Kinderwelt ohne Währung, aber mit Erfindungen: Rollen, Bikekovanje, “erste Boote” aus Brettern und Weidenrinde, Planschen im Schlamm und große Sommerschwimmen in der Drau.
- Spitznamen, die genauer sind als Geburtsurkunden: von Bzikovi und Krojnčevi bis zur gesamten klangvollen Lexik, die Dorferinnerung trägt.
Perfekt für
Ethnologen, Dialektologen, Genealogen und alle, die sich für das mitteleuropäische Dorfleben der 1900er Jahre interessieren—besonders diejenigen, die nach Dokumentation lokaler Traditionen, Gesundheitspraktiken und Handelsbräuchen in der kajkavischen Region suchen.